Grundlagen der Hydrographie

In diesem dreitägigen Kurs lernst du die Grundlagen der Hydrographie kennen und erfährst, wie Wassertiefen und Gewässergrund vermessen und kartiert werden. Du erhältst einen Einblick in die Themen Positionsbestimmung, Sonar, Wasserstände und hydrografische Datenverarbeitung und begibst dich selbst aufs Wasser, um Messungen durchzuführen. Ein praktischer erster Schritt für alle, die sich mit dem Fachgebiet der Hydrografie vertraut machen möchten.

Studiebelasting 3 dagen
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Einführung in die Hydrographie

Geo-ICT Training Center, Nederland - Cursus Hydrografie Basis

Die Hydrographie befasst sich mit der Vermessung und Kartierung von Gewässern und des Untergrunds unter Wasser. Hydrografische Daten werden unter anderem für die Schifffahrt, Baggerarbeiten, das Wassermanagement, das Küstenmanagement und Offshore-Projekte genutzt. Dabei kommen Geodäsie, Positionierung, Tiefenmessung und Geo-ICT zusammen.

Im Kurs „Grundlagen der Hydrographie“ lernen Sie die wichtigsten Prinzipien der hydrographischen Vermessung kennen. Sie erfahren, wie mit GNSS die Position einer Messung bestimmt wird und wie mit Echolot und Sonar Wassertiefen gemessen werden. Außerdem befassen wir uns mit Wasserständen, vertikalen Bezugsebenen und den Korrekturen, die erforderlich sind, um zuverlässige Tiefendaten zu erhalten.

Eine hydrografische Vermessung liefert letztendlich geografische Daten. Deshalb lernst du auch, wie Messdaten überprüft, verarbeitet und visualisiert werden. Mit QGIS arbeitest du mit hydrografischen Daten und erstellst unter anderem Längsprofile, Querschnitte und eine Darstellung des Unterwassergrundes.

Der Kurs verbindet Theorie und Datenverarbeitung mit der Praxis. Am dritten Kurstag fahren Sie mit einem Boot auf den Apeldoorns-Kanal hinaus. Sie führen selbst eine einfache hydrografische Vermessung durch, bei der ein Längsprofil und verschiedene Querschnitte des Kanals gemessen werden. Die erfassten Daten werden anschließend in QGIS verarbeitet und ausgewertet.

Der Kurs „Grundlagen der Hydrographie“ bietet somit eine umfassende und praxisorientierte erste Einführung in die Hydrographie und bildet eine gute Grundlage für die weitere Vertiefung beispielsweise in den Bereichen Bathymetrie, hydrographische Datenverarbeitung, Multibeam- und Sonardaten.

Die Bedeutung der Hydrographie

Ein großer Teil unserer Lebenswelt besteht aus Wasser. Um sicher navigieren zu können, Wasserstraßen zu unterhalten, Baggerarbeiten durchzuführen oder Bauwerke auf und rund um das Wasser zu errichten, müssen wir wissen, wie der Untergrund unter Wasser aussieht. Hydrographische Messungen liefern hierfür die erforderlichen Informationen.

Die Hydrographie wird auf See, aber auch auf Flüssen, Kanälen, Seen und in Häfen angewendet. Die Anwendungsbereiche reichen von der Erstellung und Aktualisierung von Seekarten bis hin zur Überprüfung von Fahrrinnen und der Ermittlung von Veränderungen des Gewässergrundes.

  • Schifffahrt: Ermittlung der verfügbaren Wassertiefe und sicher befahrbarer Routen.
  • Wasserwirtschaft: Kartierung und Überwachung des Gewässergrundes von Flüssen, Kanälen und anderen Wasserläufen.
  • Baggerarbeiten: Ermittlung der Stellen, an denen Sedimente entfernt werden müssen, und Überprüfung des Ergebnisses.
  • Offshore: Unterstützung von Arbeiten beispielsweise im Zusammenhang mit Windparks, Kabeln und Rohrleitungen.
  • Küsten- und Flussmanagement: Überwachung von Veränderungen am Gewässergrund und an den Ufern.

Die Hydrographie ist somit ein Fachgebiet, in dem Vermessung, Geodäsie und Geo-IKT auf ideale Weise zusammenkommen.

Von der Positions- und Tiefenmessung zu Geodaten

Eine gemessene Wassertiefe ist nur dann verwertbar, wenn auch bekannt ist, wo und in Bezug auf welchen Bezugspegel diese Tiefe gemessen wurde. Positionierung und Geodäsie sind daher ein wichtiger Bestandteil der Hydrographie.

Im Kurs lernst du, wie GNSS zur Bestimmung der Position des Vermessungsschiffs eingesetzt wird. Außerdem behandeln wir, wie ein Echolot oder Sonar mithilfe von Schallwellen die Entfernung zum Gewässergrund misst und welche Faktoren die Genauigkeit einer Tiefenmessung beeinflussen.

Auch Wasserstände und vertikale Referenzebenen sind wichtig. Die gemessene Tiefe muss an eine brauchbare Referenzebene gekoppelt werden, damit Messungen von verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeitpunkten miteinander verglichen werden können.

Was lernst du im Kurs „Grundlagen der Hydrographie“?

Hydrografische Messungen verstehen

Sie lernen Schritt für Schritt, wie eine einfache hydrografische Vermessung aufgebaut ist. Dabei betrachten wir den Zusammenhang zwischen Position, Wassertiefe, Wasserstand und Referenzniveau. Sie lernen Echolot und Sonar kennen sowie den Unterschied zwischen Single-Beam- und Multibeam-Messungen.

Außerdem widmen wir uns der Qualität hydrografischer Messdaten. Sie lernen, warum Messdaten überprüft werden müssen und welche Umstände und Korrekturen das Endergebnis beeinflussen können.

Verarbeitung hydrografischer Daten mit QGIS

Hydrografische Messungen liefern große Mengen an räumlichen Daten. Im Kurs lernst du, wie diese Daten in QGIS angezeigt, überprüft und visualisiert werden können.

Sie arbeiten mit Messpunkten und Tiefendaten und lernen, wie daraus Längs- und Querprofile erstellt werden können. So entsteht aus einzelnen Messungen ein geografisches Bild der Form und Tiefe des Gewässergrundes.

Praxismessung auf dem Apeldoorns-Kanal

Am dritten Kurstag setzen wir die Theorie in die Praxis um. Wir fahren mit einem Boot auf den Apeldoorns-Kanal hinaus und führen selbst hydrografische Messungen durch.

An diesem Praxistag vermessen wir ein Längsprofil eines Abschnitts des Kanals und führen an verschiedenen Stellen Querschnittsmessungen durch. So erleben Sie, wie Positionierung, Tiefenmessung, Fahrlinien und Messaufbau in der Praxis zusammenwirken.

Die gesammelten Messdaten werden anschließend verarbeitet und visualisiert, sodass Sie den gesamten Prozess von der Messung auf dem Wasser bis hin zu verwertbaren Geo-ICT-Informationen durchlaufen.

Warum sollten Sie sich für unseren Kurs „Hydrografie – Grundlagen“ entscheiden?

Der Kurs „Grundlagen der Hydrographie“ verbindet die Grundlagen der Hydrographie mit praktischen Geo-ICT-Fähigkeiten und echter Feldarbeit.

  • Breite Grundlage in der Hydrographie: Sie lernen die wichtigsten Prinzipien der Positionsbestimmung, Tiefenmessung, Wasserstände und der hydrographischen Datenverarbeitung kennen.
  • Arbeiten mit QGIS: Sie lernen, hydrografische Messdaten zu verarbeiten, zu analysieren und zu visualisieren.
  • Selbstständige Messungen auf dem Wasser: Während des Praxistags führen Sie auf dem Apeldoorns-Kanal selbst eine einfache hydrografische Vermessung durch.
  • Die gesamte Messkette: Sie erleben den gesamten Prozess von der Vorbereitung über die Erfassung bis hin zur Verarbeitung und Präsentation der Messdaten.
  • Grundlage für die weitere Vertiefung: Der Kurs bildet eine gute Vorbereitung auf Fachthemen wie Bathymetrie, hydrografische Datenverarbeitung, Multibeam- und Sonardaten.

Am Ende des Kurses verstehen Sie, wie eine hydrografische Messung geplant und durchgeführt wird und wie die erhobenen Daten zu verwertbaren geografischen Informationen verarbeitet werden.

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€1695,-
  • Studiebelasting: 3 Unterrichtstag(e) von 9.00 bis 16.00 Uhr.
  • Locatie: Apeldoorn oder online. Ein Termin vor Ort ist möglich; fordern Sie in diesem Fall bitte ein Angebot an.
  • Data: Es gibt mehrere Starttermine; weitere Informationen finden Sie auf der Anmeldeseite.
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Tagesablauf

Tag 1 – Grundlagen der Hydrographie und hydrographische Vermessung

Am ersten Tag erhalten Sie einen Einblick in das Fachgebiet der Hydrographie und die wichtigsten Anwendungsbereiche auf See und in Binnengewässern. Wir behandeln die Grundlagen der hydrographischen Vermessung und betrachten den Zusammenhang zwischen Position, Wassertiefe und Bezugsebene.

Du lernst, wie GNSS zur Positionsbestimmung eingesetzt wird, und machst dich mit Koordinaten- und Referenzsystemen vertraut. Außerdem behandeln wir Wasserstände, vertikale Referenzniveaus und deren Einfluss auf Tiefenmessungen. So erhältst du einen Einblick in die verschiedenen Komponenten, die für die Durchführung einer zuverlässigen hydrografischen Messung erforderlich sind.

Tag 2 – Tiefenmessung, Sonar und Verarbeitung hydrografischer Daten

Am zweiten Tag steht die Vermessung des Gewässerbodens im Mittelpunkt. Sie lernen, wie Echolot und Sonar funktionieren, und machen sich mit Single-Beam- und Multibeam-Messungen vertraut. Wir behandeln unter anderem die Schallgeschwindigkeit, die Genauigkeit und Korrekturen, die die gemessene Wassertiefe beeinflussen.

Anschließend arbeiten Sie in QGIS mit hydrografischen Messdaten. Sie lernen, Messpunkte und Tiefendaten anzusehen, zu überprüfen und zu visualisieren, und werden in Längs- und Querprofile eingeführt. Außerdem bereiten wir die praktische Messung am dritten Tag vor und legen fest, wie wir das Längsprofil und die Querprofile messen werden.

 

Tag 3 – Feldmessung am Apeldoorns-Kanal

Am dritten Tag setzen wir die Theorie in die Praxis um. Wir fahren mit einem Boot auf den Apeldoorns-Kanal hinaus und führen selbst eine einfache hydrografische Vermessung durch. Wir messen ein Längenprofil eines Abschnitts des Kanals sowie an verschiedenen Stellen eine Reihe von Querprofilen.

Während der Fahrt erlebst du, wie Positionierung, Tiefenmessung, Fahrlinien und Messaufbau in der Praxis zusammenwirken. Nach der Vermessung verarbeiten und visualisieren wir die gesammelten Daten in QGIS. Damit durchlaufen Sie den gesamten Prozess von der Durchführung einer hydrografischen Vermessung bis zur Erstellung nutzbarer geografischer Informationen.

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Lernziele

  • Die wichtigsten Grundsätze und Anwendungen der Hydrographie erläutern;
  • Erläutern, wie GNSS, Koordinaten und Referenzsysteme bei hydrografischen Messungen verwendet werden;
  • den Zusammenhang zwischen Wassertiefe, Wasserstand und vertikalem Bezugsebene beschreiben;
  • Erläutern, wie Echolot und Sonar zur Messung von Wassertiefen und des Gewässergrundes eingesetzt werden;
  • Den Unterschied zwischen Einstrahl- und Mehrstrahlmessungen erläutern;
  • Wichtige Faktoren erkennen, die die Genauigkeit und Qualität hydrografischer Vermessungen beeinflussen;
  • Eine einfache hydrografische Messung vorbereiten und durchführen;
  • Längen- und Querprofile eines Wasserlaufs zu messen;
  • Hydrografische Messdaten in QGIS verarbeiten, überprüfen und visualisieren;
  • Die gesamte hydrografische Messkette verstehen: von der Positionierung und Tiefenmessung bis zur Verarbeitung und Darstellung der Messdaten.

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Ebelien van der Velde

Ebelien van der Velde

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Ebelien van der Velde

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Anoniem

2 jaar geleden

Anoniem

2 jaar geleden

Anoniem

4 jaar geleden

Anoniem

4 jaar geleden
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