Geologie und Untergrund – Grundlagen

Wie ist der Untergrund aufgebaut und welchen Einfluss hat er auf räumliche und gesellschaftliche Fragestellungen? In diesem Blended-Learning-Kurs lernst du, die Grundprinzipien der Geologie und des Untergrunds zu verstehen und anzuwenden. Du arbeitest mit geologischen Karten, Bohrungen, Untergrundmodellen und Open Data und lernst, diese Informationen zu nutzen, um den Untergrund zu analysieren und räumliche Fragestellungen zu bewerten.

Welche Probleme lernst du im Studiengang „Geologie und Untergrund – Grundkurs“ zu lösen?

  • Wie ist der Untergrund eines Gebiets aufgebaut und welche geologischen Prozesse haben diesen Aufbau bestimmt?
  • Wie nutzt man Bohrungen, Sondierungen, geologische Karten und Untergrundmodelle, um Einblicke in die Beschaffenheit des Untergrunds zu gewinnen?
  • Welche niederländischen und europäischen Untergrunddaten benötigst du, um ein geologisches Problem zuverlässig zu analysieren?
  • Wie bestimmen Sie, welchen Einfluss geologische Schichten und Eigenschaften auf Grundwasser, Bodensenkungen, Infrastruktur und andere räumliche Entwicklungen haben?
  • Wie kombinieren Sie Beobachtungen, offene Untergrunddaten und GIS zu einem zuverlässigen 2D- und 3D-Bild des Untergrunds?

In diesem Blended-Learning-Kurs lernen Sie, wie Sie den Aufbau des Untergrunds systematisch untersuchen und interpretieren. Sie kombinieren geologisches Wissen mit Bohrungen, Sondierungen, Karten, Modellen und anderen öffentlich zugänglichen Untergrunddaten. So lernen Sie, Untergrundinformationen in nutzbare Erkenntnisse für Fragestellungen rund um Grundwasser, Bodensenkung, Infrastruktur, Gebietsentwicklung und Energie aus dem Untergrund umzusetzen.

Die Theorie hinter Geologie und Untergrund

Eine gute Untergrundanalyse beginnt mit dem Verständnis der Prozesse, die die Erde und die Landschaft geformt haben. Du lernst, wie Gesteine und Sedimente entstehen und wie Prozesse wie Sedimentation, Erosion, Tektonik, Vergletscherung sowie Veränderungen in Meeres- und Flusssystemen den Untergrund beeinflussen.

Du lernst Begriffe wie Gesteine, Mineralien, Sedimente, Stratigraphie und geologische Zeit kennen. Dabei untersuchst du, wie sich geologische Schichten hinsichtlich Alter, Zusammensetzung, Mächtigkeit und räumlicher Verteilung unterscheiden.

Außerdem wird der geologische Kontext der Niederlande und Europas beleuchtet. Du lernst, warum sich der relativ junge sedimentäre Untergrund großer Teile der Niederlande stark von beispielsweise Bergregionen, alten Gesteinsgebieten und anderen Sedimentbecken in Europa unterscheidet. Durch das Verständnis dieser Prozesse kannst du Untergrunddaten nicht nur betrachten, sondern auch geologisch interpretieren.

Arbeiten mit offenen Untergrunddaten

Eine zuverlässige Analyse des Untergrunds beginnt mit geeigneten Daten. Deshalb arbeitest du mit echten und offenen Datensätzen, wie Bohrungen, Sondierungen, geologischen Karten, Grundwasserdaten und digitalen Untergrundmodellen.

Für die Niederlande lernst du unter anderem die Basisregistrierung Untergrund (BRO), BROloket, DINOloket und andere verfügbare behördliche Daten kennen. Darüber hinaus lernst du, wie geologische Daten und Modelle anderer europäischer Länder gefunden werden können und wie europäische Datenquellen genutzt werden können, um geologische Informationen über Landesgrenzen hinweg zu untersuchen.

Sie lernen zu beurteilen, welche Daten für eine bestimmte Fragestellung geeignet sind. Dabei berücksichtigen Sie Maßstab, Aktualität, Genauigkeit und Unsicherheit. Eine Bohrung ist beispielsweise eine Messung an einem bestimmten Standort, während ein geologisches Modell eine Interpretation des Untergrunds zwischen verschiedenen Messpunkten liefert. Diese Unterscheidung ist wichtig, um zuverlässige Schlussfolgerungen zu ziehen.

Von Bohrungen zu Karten und geologischen Schnitten

Viele Informationen über den Untergrund werden an einzelnen Standorten gesammelt. Eine wichtige Herausforderung besteht daher darin, zu bestimmen, wie sich geologische Schichten zwischen verschiedenen Messpunkten voraussichtlich fortsetzen.

Du lernst, Bohrungen und andere Beobachtungen räumlich zu vergleichen und untersuchst, wie Unterschiede in Tiefe, Lithologie und Schichtaufbau interpretiert werden können. Anhand dieser Informationen lernst du, den Untergrund mit Karten, Profilen und geologischen Schnitten darzustellen.

Dabei stellst du fest, dass der Untergrund nicht überall direkt beobachtet wurde. Du lernst daher, zwischen gemessenen Daten und interpretierten Informationen zu unterscheiden und Unsicherheiten zu berücksichtigen, wenn geologische Schichten zwischen Beobachtungspunkten rekonstruiert werden.

Den Untergrund in 2D und 3D analysieren

Der Untergrund ist dreidimensional. Eine Karte der Geländehöhe allein reicht daher nicht aus, um zu verstehen, was sich in verschiedenen Tiefen befindet. Du lernst 3D-Untergrundmodelle kennen, mit denen geologische Schichten und Strukturen räumlich untersucht werden können.

In QGIS kombinieren Sie Untergrunddaten mit anderen geografischen Informationen und untersuchen, wie sich geologische Einheiten horizontal und vertikal verändern. Sie lernen, Daten aus verschiedenen Tiefen zu betrachten, und untersuchen den Zusammenhang zwischen Beobachtungen, Schnitten und Modellen.

So entsteht ein räumliches Bild, in dem nicht nur sichtbar wird, wo bestimmte geologische Einheiten vorkommen, sondern auch, wie tief sie liegen, wie dick sie sind und wie sie mit anderen Bestandteilen des Untergrunds zusammenhängen.

Der Zusammenhang zwischen Geologie, Grundwasser und Landschaft

Der geologische Aufbau hat großen Einfluss auf die Bewegung und Verfügbarkeit von Grundwasser. Sandige Schichten lassen beispielsweise Wasser relativ gut durch, während tonhaltige Schichten den Grundwasserfluss einschränken können.

Du lernst, wie geologische Schichten mit wasserführenden Paketen und schlecht durchlässigen Schichten zusammenhängen und wie sich dieser Aufbau auf die Grundwasserströmung auswirkt. Außerdem untersuchst du den Zusammenhang zwischen Untergrund, Boden, Höhe und Landschaft.

Dadurch wird deutlich, warum Kenntnisse über den geologischen Untergrund für vielfältige Fragestellungen rund um Grundwasser, Dürre, Bodensenkung und Raumentwicklung wichtig sind. Die weitere Vertiefung in den Bereichen Grundwasser und Geohydrologie erfolgt im Rahmen eines spezialisierten Blended-Learning-Programms in diesem Bereich.

Von der Untergrundanalyse zum räumlichen Verständnis

Während des Blended-Learning-Kurses arbeitest du mit realistischen Praxisbeispielen und offen zugänglichen Untergrunddaten. Du untersuchst nicht nur, wie ein Gebiet geologisch aufgebaut ist, sondern vor allem, welche Bedeutung dieser Untergrund für die Nutzung und Entwicklung eines Gebiets hat.

Du arbeitest unter anderem an Aufgaben wie:

  • Untersuche anhand von Bohrungen und geologischen Daten, wie der Untergrund eines Gebiets aufgebaut ist, und erkläre, wie dieser Aufbau entstanden ist.
  • Wählen Sie geeignete niederländische oder europäische Datenquellen für eine Frage zum Untergrund aus und bewerten Sie die Verwendbarkeit und Zuverlässigkeit der Daten.
  • Vergleiche mehrere Bohrungen und rekonstruiere, wie sich verschiedene geologische Schichten zwischen den Messstandorten voraussichtlich fortsetzen.
  • Erstellen und interpretieren Sie ein geologisches Profil oder einen Querschnitt und setzen Sie diesen in Beziehung zu verfügbaren Untergrundmodellen.
  • Untersuchen Sie den Zusammenhang zwischen geologischen Schichten und Grundwasser und bestimmen Sie, welche Bestandteile des Untergrunds für die Grundwasserströmung von Bedeutung sind.
  • Analysieren Sie, welche Eigenschaften des Untergrunds für eine Fragestellung im Zusammenhang mit Infrastruktur, Gebietsentwicklung, Bodensenkung oder Energiegewinnung aus dem Untergrund relevant sind.

Am Ende des Kurses verfügen Sie über die Grundkenntnisse und praktischen Fähigkeiten, um den Aufbau des Untergrunds selbstständig zu untersuchen und zu interpretieren. Du bist in der Lage, geologische Beobachtungen, frei zugängliche Untergrunddaten, Karten, Schnitte und Modelle zu kombinieren und die Ergebnisse in verwertbare Informationen für räumliche und gesellschaftliche Fragestellungen umzusetzen. Damit bildet dieses Blended-Learning-Programm die Grundlage für eine weitere Vertiefung im Bereich Geologie und Untergrund.

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Sie erhalten eine persönliche Betreuung. Nach Ihrer Anmeldung wird sich unser Kurskoordinator mit Ihnen in Verbindung setzen, um Ihren ersten Termin zu vereinbaren.

Lernziele

  • Die wichtigsten geologischen Prozesse verstehen und erklären, wie Gesteine, Sedimente und geologische Schichten entstehen.
  • Den Aufbau des niederländischen und europäischen Untergrunds interpretieren und Unterschiede zwischen den Gebieten anhand ihrer geologischen Entwicklung erklären.
  • Geologische Karten, Bohrungen, Sondierungen und andere Untergrunddaten lesen, kombinieren und interpretieren.
  • Offene Untergrunddaten aus niederländischen und europäischen Datenquellen, darunter die Basisregistrierung Untergrund (BRO), finden und nutzen.
  • Geologische Profile, Schnitte und 3D-Untergrundmodelle interpretieren und nutzen, um den räumlichen Aufbau des Untergrunds zu untersuchen.
  • Den Zusammenhang zwischen geologischem Aufbau, Boden, Grundwasser und Landschaft erkennen und erklären.
  • Untergrundinformationen auf Fragestellungen rund um Grundwasser, Bodensenkung, Infrastruktur, Gebietsentwicklung und Energie aus dem Untergrund anwenden.
  • Den Maßstab, die Genauigkeit und die Unsicherheit geologischer Beobachtungen und Untergrundmodelle zu bewerten und in fundierte Schlussfolgerungen einfließen zu lassen.

Möchten Sie weitere Informationen?

Haben Sie Fragen zum Inhalt des Kurses? Oder sind Sie sich nicht sicher, ob der Kurs Ihren Lernzielen oder Wünschen entspricht? Bevorzugen Sie einen Inhouse- oder einen Privatkurs? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Häufig gestellte Fragen zum Blended Learning in Geologie und Untergrundkunde

Der europäische Untergrund ist äußerst vielfältig und wurde durch Hunderte von Millionen Jahren tektonischer Prozesse, Sedimentation, Erosion, Vulkanismus, Vergletscherung und anderer geologischer Vorgänge geformt. Dadurch unterscheiden sich beispielsweise das junge Sedimentgestein der Niederlande, die Gesteine Skandinaviens, der Alpen und anderer europäischer Gebirge sowie die großen Sedimentbecken stark voneinander. Im Rahmen des Kurses lernst du, geologische Karten und Geodaten zu interpretieren und zu untersuchen, wie die geologische Geschichte und die geologischen Prozesse die heutige Struktur verschiedener europäischer Regionen erklären.

Für die Niederlande sind das Basisregister für den Untergrund (BRO), BROloket, DINOloket und PDOK wichtige Quellen unter anderem für Bohrungen, Sondierungen, Bodenkarten, Grundwasserdaten und Untergrundmodelle. Für Recherchen außerhalb der Niederlande verfügen viele Länder über eigene nationale geologische Dienste und Datenportale. Auf europäischer Ebene bietet die European Geological Data Infrastructure (EGDI) Zugang zu harmonisierten geologischen Karten und Datensätzen aus verschiedenen europäischen Ländern. In diesem Kurs lernst du, wie du geeignete Datenquellen findest, Daten anzeigst und herunterlädst sowie diese in QGIS kombinierst. Außerdem lernst du, Unterschiede hinsichtlich Maßstab, Klassifizierung, Aktualität und Genauigkeit zu berücksichtigen, wenn Daten aus verschiedenen Ländern verwendet werden.

Der Untergrund lässt sich nicht überall direkt beobachten. Geologen kombinieren daher Daten unter anderem aus Bohrungen, Sondierungen, geophysikalischen Messungen und geologischen Karten, um zu bestimmen, wie sich Schichten und Strukturen zwischen den Messstellen wahrscheinlich fortsetzen. Diese Informationen können in geologische Profile, Querschnitte und 3D-Untergrundmodelle einfließen. Im Rahmen des Kurses lernst du, solche Daten und Modelle zu interpretieren und zu beurteilen, welche Teile direkt auf Messungen basieren und wo es sich um Modellierungen und Unsicherheiten handelt.

Geologische Informationen spielen in ganz Europa eine wichtige Rolle beim Wohnungsbau, bei der Infrastruktur, bei Tunnelbauvorhaben, bei der Grundwasserbewirtschaftung, bei Bodensenkungen, bei der Geothermie, bei der Energiespeicherung, bei Rohstoffen und bei der unterirdischen Lagerung. Die relevanten Fragestellungen unterscheiden sich je nach Region: Tief liegende Sedimentgebiete stehen vor anderen Herausforderungen als Bergregionen, Küstengebiete oder Gebiete mit tektonischer Aktivität. Im Rahmen des Kurses lernst du, geologische und räumliche Daten zu kombinieren, um zu beurteilen, welche Eigenschaften des Untergrunds für ein bestimmtes Gebiet und eine bestimmte Fragestellung relevant sind.