GIS und Gasleitungen

In diesem Kurs lernst du, wie das Gasleitungsnetz aufgebaut ist und wie geografische Informationssysteme (GIS) in der Gasinfrastruktur eingesetzt werden. Du erfährst, wie du diese Technologie nutzen kannst, um an einem intelligenteren, sichereren und zukunftssicheren Gasnetz mitzuarbeiten.

Studiebelasting 2 dagen

Onderwezen door:

Ad van Gils

GIS und das Gasleitungsnetz

Als Vorwissen sind die im Kurs „Einführung in GIS und Energie“ behandelten Inhalte sehr wünschenswert.

GIS (Geografisches Informationssystem) spielt im Gassektor eine immer wichtigere Rolle. Von der Verwaltung unterirdischer Leitungen und Druckstationen bis hin zur Planung von Erweiterungen und der Minimierung von Risiken wie Leckagen oder Druckschwankungen – GIS bietet Erkenntnisse, die Gasnetze intelligenter, sicherer und zukunftssicherer machen.

Mithilfe von Geodaten können Netzbetreiber schneller und zuverlässiger Entscheidungen treffen. Ob es um die Lokalisierung von Defekten, die Festlegung optimaler Leitungsverläufe oder die Analyse von Kapazitäten und Druckzonen geht – GIS bietet die Werkzeuge, um das Gasnetz stabil, sicher und effizient zu halten.

In diesem Kurs lernen Sie, wie GIS im Gasleitungsnetz eingesetzt wird und wie Sie diese Technologie anwenden können, um zu einem intelligenteren, widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Gasnetz beizutragen.

Was lernst du in diesem Kurs über GIS und Gasleitungen?

In diesem Kurs erfährst du, wie GIS-Technologie bei der Verwaltung, Erweiterung und Optimierung von Gasnetzen eingesetzt wird. Du lernst sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Anwendung von GIS in der Gasinfrastruktur kennen.

Was Sie erwartet:

GIS in der Gasbranche – Erfahren Sie, wie Geodaten genutzt werden, um Leitungen, Druckstationen, Regelstationen und Absperrventile zu kartieren und zu verwalten.
GIS-Tools und Software für das Netzmanagement – Lernen Sie gängige GIS-Plattformen kennen und entdecken Sie, wie diese von Gasnetzbetreibern eingesetzt werden.
Anwendung von GIS bei der Trassenplanung und Instandhaltung – Entdecken Sie, wie GIS dabei hilft, Engpässe, Risiken und Instandhaltungsprioritäten zu identifizieren.
Kapazitäts- und Sicherheitsanalysen – Erfahren Sie, wie GIS bei Druckberechnungen, der Risikomodellierung und der Erhöhung der Betriebssicherheit unterstützt.

Mit diesem Kurs erwerben Sie direkt anwendbares Wissen, um GIS im Gassektor effektiv einzusetzen. Ganz gleich, ob Sie im Bereich Netzmanagement, Trassenentwicklung oder Kapazitätsanalyse tätig sind: Sie lernen, wie GIS Ihnen hilft, fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Warum sollten Sie sich für diesen Kurs „GIS und Gas“ entscheiden?

Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit GIS auseinanderzusetzen, doch dieser Kurs zeichnet sich durch seinen starken Fokus auf praktische Anwendungen in Gasnetzen aus. Sowohl Anfänger als auch Fachleute erwerben hier wertvolle, direkt anwendbare Fähigkeiten.

Was macht diesen Kurs einzigartig?

  • Realistische Praxissituationen – Theorie wird mit Fallbeispielen aus der Gasbranche kombiniert, sodass Sie sofort erkennen, wie GIS in Betriebs- und Erweiterungsprojekten eingesetzt wird.
  • Unterricht von Experten für GIS und Netzmanagement – Die Dozenten verfügen über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Geoinformation, unterirdische Infrastruktur sowie Gastransport und -verteilung.
  • Sofort anwendbares Wissen – Sie lernen, wie GIS für Druckzonen, Anlagenmanagement, Instandhaltungsplanung und die Optimierung von Gasleitungen eingesetzt wird.

Dieser Kurs ist ideal für Fachleute, die GIS nutzen möchten, um intelligentere, sicherere und zukunftssichere Entscheidungen im Gasnetz zu treffen.

Die Grundlagen von GIS für Gasleitungsnetze

GIS ist viel mehr als nur ein Kartensystem: Es ist ein leistungsstarkes Instrument, um komplexe unterirdische Leitungsnetze transparent zu machen. Netzbetreiber nutzen GIS, um präzisere Entscheidungen zu treffen und zukünftige Erweiterungen sowie Instandhaltungsmaßnahmen besser zu planen.

Wie wird GIS für Gasleitungen eingesetzt?

  • Räumliche Analysen für Störungs- und Risikomanagement – GIS macht anfällige Leitungsabschnitte, potenzielle Leckagezonen und Risikobereiche sichtbar.
  • Intelligente Nutzung von Geodaten für die Trassenplanung – GIS unterstützt bei der Festlegung sicherer, effizienter und kostengünstiger Trassen für neue Gasleitungen.
  • GIS und Anlagenmanagement – Von regionalen Transportleitungen bis hin zu Verteilungsleitungen und Absperrventilen: GIS sorgt für mehr Übersicht bei Überwachung, Inspektion und Wartung.
  • Schnellere Störungserkennung und Priorisierung von Wartungsmaßnahmen – Durch die Verknüpfung von GIS mit Sensordaten und Druckmessungen lassen sich Abweichungen schneller erkennen und beheben.

Mit diesen Grundprinzipien können Sie GIS einsetzen, um ein stabileres, sichereres und zukunftssicheres Gasnetz zu realisieren.

Welche Bedeutung hat GIS beim Ausbau des Gasleitungsnetzes?

Die Rolle von Gas verändert sich durch die Energiewende, die Nachhaltigkeit und den möglichen Einsatz von Ökogas und Wasserstoff. Damit wächst die Notwendigkeit, Gasnetze zu modernisieren, umzubauen und für zukünftige Energieträger fit zu machen. GIS spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem es Netzbetreiber bei der Planung, der Risikoanalyse und der Kapazitätsprüfung unterstützt.

Wie GIS zum Ausbau und zur Modernisierung beiträgt:

  • Kapazitätsplanung und Netzverstärkung – Analyse, wo Leitungen oder Stationen erweitert, ersetzt oder angepasst werden müssen.
  • Optimierung von Leitungstrassen – GIS kombiniert geografische, technische und Umgebungsdaten, um die besten Trassen zu ermitteln.
  • Unterstützung bei der Integration von Biogas und Wasserstoff – GIS hilft bei der Einschätzung von Einbindungsmöglichkeiten und Netzauswirkungen.
  • Minimierung der Umweltauswirkungen – GIS ermöglicht es, Bodenbeschaffenheit, Bebauung, Genehmigungsauflagen und Sicherheitszonen zu berücksichtigen.

Intelligente Gasnetze und die Rolle von GIS

Die Energiewende erfordert flexible und intelligente Gasnetze. Moderne Netze nutzen GIS, um Echtzeit-Einblicke zu bieten, Druckzonen zu optimieren und Abweichungen schneller zu erkennen. GIS ist damit ein wesentlicher Baustein für ein zukunftsorientiertes Netzmanagement.

So unterstützt GIS intelligente Gasnetze:

  • Echtzeitüberwachung und Störungsmanagement – GIS hilft dabei, Druckabfälle, Leckagen und unerwünschte Muster schneller zu lokalisieren.
  • Angebots- und Nachfragesteuerung – Durch die Kombination von Geodaten mit Verbrauchs- und Erzeugungsprofilen können Netzbetreiber besser auf Schwankungen reagieren.
  • Integration dezentraler Einspeisungen – GIS zeigt, wo grünes Gas oder Wasserstoff sicher und effizient ins Netz eingespeist werden können.

GIS-Software und praktische Anwendungen

Für einen effektiven Einsatz von GIS in der Gasbranche ist die richtige Software unerlässlich. Die wichtigsten Plattformen unterstützen Visualisierung, Störungserfassung, Kapazitätsprüfung und Anlagenmanagement.

  • ArcGIS, SmallWorld und QGIS – Häufig verwendete Tools zur Analyse und Verwaltung von Leitungsnetzen und kritischen Anlagen.
  • Echtzeitüberwachung mit GIS – Systeme, die Netzbetreibern helfen, Abweichungen schnell zu erkennen und Betriebsprozesse zu optimieren.

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€ 1195,-
  • Studiebelasting: 2 Unterrichtstag(e) von 9.00 bis 16.00 Uhr.
  • Locatie: Apeldoorn oder online. Ein Termin vor Ort ist möglich; fordern Sie in diesem Fall bitte ein Angebot an.
  • Data: Es gibt mehrere Starttermine; weitere Informationen finden Sie auf der Anmeldeseite.
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Tagesablauf

Tag 1 – Grundlagen, Netzwerkstruktur, GIS und Gas

Einführung in Gasnetze
  • Aufbau des Gasleitungsnetzes (Niedrig-, Mittel- und Hochdruck)
  • Wichtigste Netzkomponenten: Rohrleitungen, Absperrventile, Regelstationen, Mess- und Mischstationen, Druckminderungsstationen
  • Gesetzliche und technische Rahmenbedingungen (Sicherheitszonen, NEN-Normen, Inspektions- und Wartungsrichtlinien)
Grundlagen von GIS für Gasleitungen
  • Was ist GIS und warum ist es für das Gasnetzmanagement unverzichtbar?
  • Datenebenen, Kartenprojektionen, Topologie
  • Visualisierung von Leitungen, Anlagen und Netzkomponenten
GIS-Tools und Software
  • Arbeiten mit ArcGIS, QGIS und SmallWorld
  • Import, Verwaltung und Analyse von Netzdaten
  • Standard-Workflows von Gasnetzbetreibern (Änderungsverwaltung, Leitungserfassung, Störungsermittlung)
Analyse und Datenverarbeitung
  • Kartierung von Leitungsverläufen und Anlagen
  • Auswertung von Geodaten und Netzdokumentation (P&IDs, Leitungsverwaltung, Bodeninformationen)
  • Grundlegende räumliche Analysen (Pufferung, Schnittpunkte, thematische Karten)
Sicherheit und Risikobewertung mit GIS
  • Identifizierung anfälliger Leitungsabschnitte (Korrosionsrisiko, Alterung, Druckzonen)
  • Standortanalyse für Risikobereiche (Leckagerisiko, Bodenbeschaffenheit, Bauschäden)
  • Einsatz von GIS-Modellen für erste Risikoberechnungen

Tag 2 – Anwendung, Trassenplanung und fortgeschrittene Analysen

Trassenplanung mit GIS
  • Ermittlung optimaler Trassenverläufe für neue Stromkabel
  • Zu berücksichtigende Faktoren: Bodendaten, Bebauung, Ökologie, Genehmigungen
  • Praxisübung: Entwurf einer Kabeltrasse
Kapazitätsanalyse und Netzerweiterung
  • Einsatz von GIS für die Last- und Kapazitätsplanung
  • Visualisierung von Engpässen und zukünftigem Ausbaubedarf
  • GIS bei der Integration von Solar- und Windparks
Anlagenmanagement und Instandhaltungsplanung
  • Anlagenregistrierung und Lebenszyklusmanagement im GIS
  • Verknüpfung von Störungs- und Inspektionsdaten mit geografischen Karten
  • Priorisierung von Instandhaltungsmaßnahmen auf Basis von Risiko und Auswirkungen
Smart Grids & Echtzeit-GIS
  • GIS in intelligenten Stromnetzen
  • Echtzeitüberwachung, Störungserkennung und Datenverknüpfungen
  • Beispiele für GIS-gesteuerte Smart-Grid-Lösungen
Praxisbeispiele & Abschlussarbeit
  • Ausarbeitung eines realistischen Netzmanagement-Fallbeispiels
  • Integration aller behandelten Themen
  • Besprechung der Ergebnisse und bewährter Verfahren
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Lernziele

  • Kartierung der unterirdischen Gasinfrastruktur
  • Mithilfe von GIS lassen sich Gasleitungen, Absperrventile, Druckstationen, Regelstationen und andere Netzkomponenten präzise visualisieren und analysieren.
  • Durchführung räumlicher Analysen zu Sicherheit, Kapazität und Risikobewertung
  • Sie lernen, Engpässe, Druckrisiken, anfällige Leitungsabschnitte und potenziell störungs- oder leckageanfällige Situationen mithilfe von Geodaten und Analysemodellen zu identifizieren.
  • GIS für die Trassenplanung und den Netzausbau einsetzen
  • Sie können optimale Trassenverläufe für neue Gasleitungen auf der Grundlage von Umgebungsfaktoren, Bodendaten, Vorschriften, Sicherheitszonen und technischen Rahmenbedingungen ermitteln.
  • Unterstützung der Instandhaltungsplanung und des Anlagenmanagements mit GIS
  • Sie erfahren, wie GIS eingesetzt wird, um Wartungsmaßnahmen zu priorisieren, Defekte vorherzusagen und Anlagen wie Leitungen, Stationen, Absperrventile und Druckregler über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu überwachen.
  • Einsatz von GIS-Software und -Tools im Gasnetzmanagement
  • Sie können mit gängigen GIS-Plattformen (wie ArcGIS, QGIS oder SmallWorld) arbeiten und verstehen, welche Funktionen für die Verwaltung von Gasnetzen relevant sind.
  • Einsatz von GIS zur Modernisierung des Gasnetzes (grünes Gas, Wasserstoff, Druckoptimierung, intelligente Gasnetze)
  • Sie lernen, wie GIS eingesetzt wird, um nachhaltige Gase zu integrieren, Netzkapazitäten und Druckzonen zu bewerten und intelligente Gasnetze zu unterstützen.

Möchten Sie weitere Informationen?

Haben Sie Fragen zum Inhalt des Kurses? Oder sind Sie sich nicht sicher, ob der Kurs Ihren Lernzielen oder Wünschen entspricht? Bevorzugen Sie einen Inhouse- oder einen Privatkurs? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Häufig gestellte Fragen zu GIS und Gas

GIS kombiniert Leitungsdaten, Messwerte und Umgebungsinformationen, um Abweichungen schnell zu lokalisieren. Durch die Verknüpfung von Druck- und Durchflussdaten mit geografischen Karten lassen sich potenzielle Leckagen oder risikobehaftete Leitungsabschnitte schneller identifizieren und nachverfolgen.

Der Kurs behandelt unter anderem ArcGIS, QGIS und GE SmallWorld. Sie lernen, diese Tools zur Visualisierung von Leitungsnetzen, zur Durchführung von Risikoanalysen, zur Planung von Instandhaltungsmaßnahmen und zur Entwicklung neuer Trassen einzusetzen.

Nach Abschluss des Projekts können Sie Rohrleitungen, Ventile, Druckregler und andere Anlagen über das GIS verwalten, Störungen priorisieren, Lebenszyklusinformationen analysieren und Wartungspläne mit räumlichen Daten unterstützen.

Ja. Der Kurs zeigt, wie GIS eingesetzt wird, um Standorte für die Einspeisung von Biogas oder die Beimischung von Wasserstoff zu bewerten, die Auswirkungen auf die Leitungskapazität zu analysieren und festzustellen, welche Teile des Netzes für zukünftige Energieträger geeignet sind.