Kurs „Fernerkundung“

Remote Sensing

Die Fernerkundung ermöglicht es, die Erde aus der Ferne zu beobachten und Veränderungen systematisch zu erfassen. Mit Satelliten, Flugzeugen und Drohnen werden Daten unter anderem über Vegetation, Wasser, Boden, Bebauung und die Atmosphäre gesammelt. Durch die Analyse dieser Daten lassen sich räumliche Muster und Entwicklungen erkennen, die vom Boden aus nur schwer oder gar nicht wahrnehmbar sind. Die Fernerkundung stellt somit eine wichtige Informationsquelle für vielfältige Fragestellungen dar, beispielsweise in den Bereichen Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutz, Klima, Umwelt und Stadtentwicklung.

Studiebelasting 3 dagen
Niederländisch
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Einführung in die Fernerkundung

Geo-ICT Training Center, Nederland - Remote Sensing Basis

Die Fernerkundung ermöglicht es, die Erde aus der Ferne zu beobachten und Veränderungen systematisch zu erfassen. Mit Sensoren auf Satelliten, Flugzeugen und Drohnen werden Daten unter anderem über Vegetation, Wasser, Boden, Bebauung und die Atmosphäre gesammelt. Durch die Analyse dieser Daten lassen sich räumliche Muster und Entwicklungen erkennen, die vom Boden aus nur schwer oder gar nicht wahrnehmbar sind.

In diesem Kurs lernst du, wie Satelliten- und andere Bilddaten genutzt werden, um die Erdoberfläche zu beobachten, zu analysieren und zu überwachen. Du arbeitest mit QGIS und verschiedenen Arten von Fernerkundungsdaten und lernst, welche Eigenschaften von Bildern darüber entscheiden, welche Informationen du daraus gewinnen kannst.

Ein wichtiger Bestandteil ist das Verständnis der Zusammenhänge zwischen elektromagnetischer Strahlung, Sensoren und der Erdoberfläche. Verschiedene Materialien wie Wasser, Vegetation, Boden und Bebauung reflektieren und absorbieren Strahlung auf unterschiedliche Weise. Durch die Analyse dieser Unterschiede lassen sich Objekte und Gegebenheiten auf der Erdoberfläche erkennen und untersuchen.

Auch die Untersuchung von Veränderungen in Raum und Zeit wird behandelt. Durch den Vergleich von Bildern aus verschiedenen Zeitpunkten lassen sich beispielsweise Veränderungen in der Vegetation, der Landnutzung, bei Gewässern und in städtischen Gebieten sichtbar machen.

Der Kurs „Remote Sensing Basis“ verbindet somit die Grundprinzipien der Fernerkundung mit praktischen Geo-ICT-Kenntnissen. QGIS wird während des Kurses als Werkzeug eingesetzt, um mit echten Fernerkundungsdaten zu arbeiten, Bilder zu visualisieren und Analysen durchzuführen.

Falls Sie noch nicht mit QGIS vertraut sind, empfehlen wir Ihnen, den dreitägigen QGIS-Grundkurs zu besuchen.

Erdbeobachtung und die Rolle der Geo-IKT

Fernerkundung beginnt mit der Beobachtung der Erde aus der Luft oder dem Weltraum. Sensoren erfassen Eigenschaften der Erdoberfläche und der Atmosphäre und wandeln diese Beobachtungen in digitale Daten um. Je nach Sensor können dabei verschiedene Bereiche des elektromagnetischen Spektrums erfasst werden.

Mit GIS lassen sich diese Beobachtungen mit anderen geografischen Daten kombinieren. Satellitenbilder, Luftbilder und Drohnenaufnahmen können in QGIS beispielsweise mit Höhendaten, Landnutzungsdaten, Bodendaten, Wasserdaten und Verwaltungsgrenzen verknüpft werden.

Im Kurs lernst du, diese Daten nicht nur als Bilder zu betrachten, sondern sie auch für räumliche Analysen zu nutzen. So entstehen Einblicke in Muster und Veränderungen auf der Erdoberfläche, und Fernerkundungsdaten können zur Untersuchung geografischer Fragestellungen herangezogen werden.

Grundlagen der Fernerkundung

Eine solide Grundlage in der Fernerkundung beginnt mit dem Verständnis dafür, wie Sensoren Informationen über die Erdoberfläche erfassen. Dabei befassen wir uns mit elektromagnetischer Strahlung, Reflexion, Absorption und den spektralen Eigenschaften verschiedener Materialien.

Du lernst, worin der Unterschied zwischen verschiedenen Sensoren und Beobachtungsplattformen besteht und welchen Einfluss räumliche, spektrale und zeitliche Auflösung darauf haben, was du in einem Bild erkennen kannst. Dadurch verstehst du, warum die eine Bildquelle für eine bestimmte Fragestellung geeignet ist und eine andere nicht.

Mit QGIS setzen wir diese Prinzipien in die Praxis um. Du lernst Schritt für Schritt, wie Fernerkundungsdaten betrachtet, kombiniert und analysiert werden und wie du die Informationen aus Bildern in verwertbare geografische Informationen umwandeln kannst.

Was lernst du im Kurs „Fernerkundung – Grundlagen“?

Fernerkundungsdaten mit QGIS integrieren und analysieren

In der Fernerkundung wird mit verschiedenen Arten von Bilddaten gearbeitet. Dazu gehören Satellitenbilder, Luftbilder, Drohnenbilder und multispektrale Daten. Während des Kurses lernst du, wie du diese Daten in QGIS importierst, visualisierst, kombinierst und analysierst.

Du arbeitest so weit wie möglich mit echten und frei zugänglichen Datensätzen. Dadurch lernst du nicht nur den Umgang mit Bilddaten, sondern erhältst auch einen Einblick in die Daten, die für die Erforschung und Überwachung der Erde zur Verfügung stehen.

Durch die Kombination verschiedener Spektralbänder und geografischer Datensätze lassen sich Eigenschaften der Erdoberfläche sichtbar machen. Dies bildet die Grundlage für weitere Analysen und für die Beantwortung konkreter geografischer Fragestellungen.

Durchführung von Fernerkundungsanalysen mit QGIS

Ein wichtiger praktischer Teil des Kurses besteht aus der Analyse und Interpretation von Fernerkundungsbildern. Sie lernen, wie verschiedene Oberflächen in Bildern erkannt werden können und wie spektrale Informationen genutzt werden können, um beispielsweise zwischen Vegetation, Wasser, Boden und Bebauung zu unterscheiden.

Anschließend werden Bilder und andere geografische Daten kombiniert, um konkrete Fragestellungen zu untersuchen. Wie gesund ist die Vegetation? Wo befindet sich Wasser? Wie verändert sich die Landnutzung? Welche Gebiete sind urbanisiert? Und welche Veränderungen lassen sich erkennen, wenn Bilder aus verschiedenen Zeitpunkten miteinander verglichen werden?

Am Ende des Kurses kombinierst du verschiedene Daten und Analysen in einem praxisorientierten Fernerkundungsfallbeispiel. Dabei lernst du nicht nur den Umgang mit QGIS, sondern vor allem, wie du Fernerkundung und Geo-IKT einsetzt, um Muster und Veränderungen auf der Erde zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten.

Warum sollten Sie sich für unseren Kurs „Fernerkundung – Grundlagen“ entscheiden?

Der Kurs „Fernerkundung – Grundlagen“ bietet eine umfassende Einführung in die Erdbeobachtung, bei der Theorie und Praxis unmittelbar miteinander verknüpft werden. Sie lernen, wie Informationen über die Erde mithilfe von Satelliten und anderen Beobachtungsplattformen erfasst werden, und wenden dieses Wissen direkt anhand von Bilddaten und mit QGIS an.

  • Breite Grundlagen in der Fernerkundung: Sie lernen die Erdbeobachtung, Sensoren, elektromagnetische Strahlung, Spektralbänder und verschiedene Arten von Bilddaten kennen.
  • Praxisorientierter Ansatz: Sie arbeiten selbst mit QGIS und führen Analysen an echten und frei zugänglichen Fernerkundungsdaten durch.
  • Geo-ICT als Hilfsmittel: Du lernst, Bilddaten mit anderen geografischen Datensätzen zu kombinieren, um Muster und Veränderungen auf der Erdoberfläche zu untersuchen.
  • Vom Bild zur Information: Du lernst nicht nur, Satellitenbilder zu betrachten, sondern vor allem, wie du daraus nutzbare Informationen für konkrete geografische Fragestellungen ableitest.
  • Grundlage für die weitere Vertiefung: Nach diesem Kurs kannst du dich weiter in Themen wie Satellitendaten, multispektrale Analyse, Vegetationsüberwachung, Radar, thermische Fernerkundung und Veränderungserkennung vertiefen.

Am Ende des Kurses verfügen Sie über ein breites Fundament in den Bereichen Fernerkundung und Geo-IKT und verstehen, wie Satelliten- und andere Bilddaten mit QGIS genutzt werden können, um die Erde zu beobachten, räumliche Muster zu analysieren und Veränderungen im Zeitverlauf zu untersuchen.

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€1695,-
  • Studiebelasting: 3 Unterrichtstag(e) von 9.00 bis 16.00 Uhr.
  • Locatie: Apeldoorn oder online. Ein Termin vor Ort ist möglich; fordern Sie in diesem Fall bitte ein Angebot an.
  • Data: Es gibt mehrere Starttermine; weitere Informationen finden Sie auf der Anmeldeseite.
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Tagesablauf

Tag 1 – Die Erde mit Fernerkundung beobachten

Am ersten Tag geht es darum, das Thema Fernerkundung zu verstehen und zu erfahren, wie Satelliten, Flugzeuge und Drohnen Informationen über die Erde sammeln. Du lernst verschiedene Beobachtungsplattformen und Sensoren kennen und erfährst, welche Arten von Informationen damit erfasst werden können.

Wir behandeln die Grundlagen des elektromagnetischen Spektrums und betrachten, wie Wasser, Vegetation, Boden und Bebauung Strahlung reflektieren und absorbieren. Sie lernen, warum diese Unterschiede wichtig sind und wie sie sich in Fernerkundungsbildern widerspiegeln.

Außerdem werden die wichtigsten Eigenschaften von Bilddaten behandelt. Du lernst, was räumliche, spektrale, zeitliche und radiometrische Auflösung bedeuten und warum diese für die Auswahl einer geeigneten Datenquelle entscheidend sind.

Anschließend üben Sie die praktische Anwendung in QGIS. Sie lernen, Satellitenbilder zu öffnen, zu betrachten und zu interpretieren, und arbeiten mit einzelnen Spektralbändern, Naturfarben und verschiedenen Bandkombinationen. Am Ende des Tages verstehen Sie, wie ein Fernerkundungsbild entsteht und welche Informationen Sie darin erkennen können.

 

Tag 2 – Bilddaten analysieren und Informationen ableiten

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der praktischen Analyse von Fernerkundungsdaten. Sie gehen über das bloße Betrachten von Satellitenbildern hinaus und untersuchen, wie spektrale Eigenschaften genutzt werden können, um Informationen über die Erdoberfläche abzuleiten.

Sie analysieren Unterschiede zwischen Vegetation, Wasser, Boden und Bebauung und lernen, wie verschiedene Spektralbänder und Bandkombinationen diese Unterschiede sichtbar machen. Außerdem lernen Sie Spektralindizes kennen, mit denen bestimmte Eigenschaften aus Bildern hervorgehoben und untersucht werden können, beispielsweise der Zustand der Vegetation oder das Vorhandensein von Wasser.

In QGIS führen Sie verschiedene Analysen selbst durch und kombinieren Fernerkundungsbilder mit anderen geografischen Daten. Dadurch lernen Sie, wie Satellitendaten Teil einer umfassenderen Geo-ICT-Analyse werden.

Im Laufe des Tages steht stets die geografische Fragestellung im Mittelpunkt. Welche Informationen benötigen Sie? Welche Bilddaten sind dafür geeignet? Welche Analyse führen Sie durch? Und was sagt das Ergebnis tatsächlich über das von Ihnen untersuchte Gebiet aus?

Tag 3 – Veränderungen untersuchen und Fernerkundung anwenden

Am dritten Tag werden die Kenntnisse und Fähigkeiten der ersten beiden Tage zusammengeführt. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Veränderungen in Raum und Zeit sowie auf der Anwendung der Fernerkundung auf konkrete Praxisprobleme.

Du vergleichst Bilder aus verschiedenen Zeitpunkten und untersuchst beispielsweise Veränderungen in der Vegetation, im Wasser, in der Landnutzung oder in der Stadtentwicklung. Dabei lernst du, kritisch zu beurteilen, ob ein sichtbarer Unterschied tatsächlich eine Veränderung auf der Erdoberfläche darstellt oder beispielsweise durch Jahreszeiten, Bewölkung, Aufnahmebedingungen oder Unterschiede zwischen den Sensoren verursacht wird.

Anschließend kombinierst du Fernerkundungsdaten mit anderen geografischen Daten in QGIS. Dadurch wird deutlich, wie sich Fernerkundung und GIS ergänzen und wie Satellitenbilder zusammen mit beispielsweise Höhen-, Boden-, Wasser- oder Landnutzungsdaten ein vollständigeres Bild eines Gebiets vermitteln.

Der Kurs wird mit einer praxisorientierten Fernerkundungs-Fallstudie abgeschlossen. Ausgehend von einer konkreten geografischen Fragestellung legen Sie fest, welche Daten benötigt werden, wählen und analysieren die Bilddaten in QGIS, kombinieren verschiedene Informationsquellen und interpretieren die Ergebnisse. Damit durchlaufen Sie den gesamten Prozess von der Erdbeobachtung über die Analyse bis hin zu letztendlich verwertbaren geografischen Informationen.

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Lernziele

  • Den Fernerkundungsprozess verstehen: Sie verstehen, wie Beobachtungen von Satelliten, Flugzeugen und Drohnen erfasst werden und wie diese Daten zu verwertbaren geografischen Informationen verarbeitet werden.
  • Auswahl geeigneter Bilddaten: Sie können anhand einer geografischen Fragestellung beurteilen, welcher Sensor, welche Bildquelle und welche Auflösung geeignet sind, und verstehen dabei die Bedeutung der räumlichen, spektralen, zeitlichen und radiometrischen Auflösung.
  • Fernerkundungsbilder interpretieren: Sie können Satelliten- und andere Bilddaten lesen und interpretieren und erkennen, wie Vegetation, Wasser, Boden und Bebauung innerhalb des elektromagnetischen Spektrums unterschiedlich reagieren.
  • Fernerkundungsdaten mit QGIS analysieren: Sie können verschiedene Spektralbänder und Bandkombinationen nutzen und Analysen durchführen, um aus Bilddaten Informationen über die Erdoberfläche abzuleiten.
  • Veränderungen in Raum und Zeit untersuchen: Du kannst Bilder aus verschiedenen Zeitpunkten vergleichen, um Veränderungen beispielsweise bei Vegetation, Wasser, Landnutzung und städtischer Entwicklung zu erkennen und zu analysieren.
  • Fernerkundung und GIS kombinieren: Sie können Bilddaten mit anderen geografischen Daten kombinieren, um räumliche Muster und Zusammenhänge zu untersuchen und ein umfassenderes Bild eines Gebiets zu erstellen.
  • Fernerkundung auf praktische Fragestellungen anwenden: Anhand einer konkreten geografischen Fragestellung können Sie ermitteln, welche Daten und Analysen erforderlich sind, und die Ergebnisse in nutzbare Informationen für beispielsweise Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutz, Umwelt und Stadtentwicklung umsetzen.
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