Welche Probleme lassen sich mit der Wasserqualitätsanalyse mit QGIS lösen?
- Warum erfüllt ein Bach, Fluss oder See nicht die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)?
- Welche Punktquellen und diffusen Quellen verursachen eine erhöhte Belastung durch Stickstoff, Phosphat oder andere Schadstoffe?
- Welche Gebiete und Aktivitäten im Oberlauf haben den größten Einfluss auf die Wasserqualität?
- Wo haben Maßnahmen den größten Einfluss auf die Verbesserung der Wasserqualität?
- Wie entwickelt sich die Wasserqualität unter dem Einfluss von Jahreszeiten, Landnutzung und Klimawandel?
In diesem Blended-Learning-Kurs lernen Sie, wie Sie diese Fragestellungen mit QGIS analysieren und untermauern. Sie kombinieren Wasserqualitätsmessungen, offene Geodaten, Satellitenbilder und hydrologische Analysen, um Quellenanalysen und Quellenortungen durchzuführen und die Ursachen für eine verminderte Wasserqualität aufzudecken. Anschließend wandeln Sie diese Analysen in fundierte Empfehlungen, geeignete Maßnahmen und wirksame Maßnahmenpakete für die Wasserwirtschaft, die Naturentwicklung und die Wasserrahmenrichtlinie um.
Die Theorie hinter der Wasserqualität
Eine gute Wasserqualitätsanalyse beginnt mit dem Verständnis der Prozesse, die die Qualität von Oberflächengewässern beeinflussen. Du lernst wichtige Begriffe wie Nährstoffe, Stickstoff, Phosphat, Sauerstoffgehalt, Trübung, Chlorophyll, Ökologie und Sedimenttransport kennen.
Außerdem lernst du, wie Punktquellen, diffuse Quellen, Abfluss, Abwasserüberläufe und Landnutzung die Wasserqualität beeinflussen. Außerdem erfährst du, wie sich Aktivitäten stromaufwärts auf die Gewässer stromabwärts auswirken. Durch das Verständnis dieser Prozesse kannst du Analyseergebnisse nicht nur auswerten, sondern auch hydrologisch interpretieren, verschiedene Lösungsansätze abwägen und in zuverlässige Analysen, fundierte Empfehlungen und geeignete Maßnahmen umsetzen.
Arbeiten mit offenen Daten und Wasserqualitätsdaten
Eine zuverlässige Wasserqualitätsanalyse beginnt mit den richtigen Daten. Deshalb arbeitest du mit aktuellen offenen Datensätzen, die von Wasserverbänden, Provinzen, Gemeinden und Beratungsbüros häufig genutzt werden. Du lernst unter anderem die Gewässer der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Waterinfo, Wasserqualitätsmessungen, AHN, BGT, Landnutzungsdaten, OpenStreetMap und Satellitenbilder kennen.
Du lernst, wie verschiedene Datenquellen kombiniert werden, um ein vollständiges Bild eines Einzugsgebiets zu erhalten. Außerdem erfährst du, welche Datensätze für verschiedene Fragen zur Wasserqualität geeignet sind und wie diese Daten genutzt werden können, um die aktuelle Situation zu analysieren, Quellenanalysen durchzuführen, Trends zu erkennen, Klimaszenarien zu bewerten und die Entscheidungsfindung zu unterstützen.
Analyse der Wasserqualität in QGIS
Nach den theoretischen Grundlagen wirst du selbst in QGIS aktiv. Du lernst, Wasserqualitätsmessungen mit Einzugsgebieten, Wasserläufen, Höhendaten und Landnutzung zu kombinieren, um räumliche Muster sichtbar zu machen.
Du führst Analysen wie Interpolation, Hotspot-Analyse, Pufferanalysen, stromaufwärtsgerichtete Analysen und Zeitreihenanalysen durch. Darüber hinaus lernst du, wie diese Techniken für die Quellenanalyse und Quellenermittlung eingesetzt werden, um Punktquellen, diffuse Quellen und stromaufwärts gerichtete Einflüsse zu identifizieren. Sie vergleichen verschiedene Maßnahmen und Szenarien, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Das Ziel der Analyse besteht nicht nur darin, Probleme der Wasserqualität sichtbar zu machen, sondern auch die Entscheidungsfindung zu unterstützen und die wirksamsten Maßnahmen zu begründen.
Von der Analyse zur fundierten Beratung
Während des Blended-Learning-Kurses arbeitest du mit realistischen Praxisbeispielen und offenen Datensätzen. Du schlüpfst in die Rolle eines Wasserqualitätsberaters und befasst dich mit Fragestellungen, wie sie bei Wasserverbänden, Provinzen, Gemeinden und Beratungsbüros auftreten. Du analysierst die verfügbaren Daten, führst eine Quellenanalyse durch, bewertest mögliche Maßnahmen, vergleichst verschiedene Lösungsszenarien und begründest, welches Maßnahmenpaket am besten zur jeweiligen Situation passt.
Du bearbeitest unter anderem folgende Aufgaben:
- Ein Wasserverband möchte wissen, warum ein Gewässer gemäß der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) die festgelegten Standards nicht erfüllt. Analysieren Sie die Ursachen, ermitteln Sie die wichtigsten Quellen und begründen Sie mögliche Maßnahmen.
- Eine Provinz untersucht, welche landwirtschaftlichen Gebiete stromaufwärts den größten Einfluss auf die Belastung mit Stickstoff und Phosphat haben.
- Analysieren Sie, welche Punktquellen, diffusen Quellen und stromaufgelegenen Gebiete am stärksten zur Verschlechterung der Wasserqualität beitragen.
- Vergleichen Sie verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und bewerten Sie deren langfristige Auswirkungen.
- Untersuchen Sie, wie sich die Wasserqualität unter verschiedenen Klimaszenarien und bei Veränderungen der Landnutzung entwickelt.
- Erstellen Sie für ein Beratungsunternehmen eine fundierte Empfehlung für ein nachhaltiges Wasserqualitätsmanagement, einschließlich einer Karte mit vielversprechenden Maßnahmen und eines geeigneten Maßnahmenpakets.
Im Anschluss verfügen Sie über die praktischen Fähigkeiten, Wasserqualitätsdaten selbstständig zu analysieren, Quellenanalysen und Quellenermittlungen durchzuführen sowie räumliche Analysen in konkrete Empfehlungen, geeignete Maßnahmen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Wasserwirtschaft, die Naturentwicklung und die Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen.