Sie lernen unter anderem den Umgang mit Vektor- und Rasterdaten, Koordinatensystemen, Webdiensten, Symbolik, Auswahlen, Feldberechnungen, Verknüpfungen, Geoverarbeitung und Digitalisierung. Theorie und Praxis wechseln sich ab, sodass du nicht nur lernst, wie man mit QGIS arbeitet, sondern auch, wann und warum man verschiedene Funktionen einsetzt.
Nach drei Tagen kannst du dich selbstständig in QGIS zurechtfinden und geografische Daten kombinieren, analysieren und präsentieren. QGIS ist ein leistungsstarkes Open-Source-Geografisches Informationssystem (GIS) und kann ohne Lizenzkosten frei genutzt werden.
Geoinformationen spielen in immer mehr Fachbereichen eine Rolle, beispielsweise in der Raumplanung, im Naturschutz, in der Infrastruktur, im Energiewesen, im Klimabereich und in der Mobilität. Sobald es bei einer Fragestellung darum geht, wo sich etwas befindet, kann GIS dabei helfen, Daten zu kombinieren, Muster sichtbar zu machen und räumliche Zusammenhänge zu untersuchen.
Während des Kurses lernst du daher nicht nur die Software QGIS kennen, sondern auch die wichtigsten GIS-Konzepte, die du benötigst, um geografische Daten sinnvoll nutzen zu können.
GIS steht für Geografisches Informationssystem. Ein GIS hilft Ihnen dabei, Daten, denen ein Standort zugeordnet ist, zu verwalten, zu analysieren, zu visualisieren und zu teilen.
Eine GIS-Karte besteht in der Regel aus mehreren Kartenebenen, zum Beispiel Straßen, Gebäuden, Gemeinden oder Messpunkten. Mit diesen Objekten sind oft Informationen in einer Attributtabelle verknüpft.
Mit GIS können Sie unter anderem geografische Daten kombinieren, Objekte auswählen, Entfernungen und räumliche Beziehungen untersuchen, Muster sichtbar machen und neue Informationen aus bestehenden Datensätzen ableiten.
Während des Kurses wenden Sie diese Prinzipien direkt in QGIS an.
Die Vorteile von QGIS: Open-Source-GIS für alle
QGIS ist ein Open-Source-GIS-Paket ohne Lizenzkosten. Die Software wird von einer großen internationalen Community aktiv weiterentwickelt und unterstützt viele verschiedene GIS-Formate sowie offene Standards.
Du kannst QGIS mit Plug-ins erweitern, direkt mit Online-Geodatenquellen und Webdiensten verknüpfen und, wenn du später weitermachen möchtest, Prozesse unter anderem mit Python automatisieren.
Damit eignet sich QGIS sowohl für GIS-Einsteiger als auch für den professionellen Einsatz in Organisationen.
Was du im Kurs „QGIS-Grundlagen“ lernst
Der Kurs gliedert sich in drei klare Schritte:
- Tag 1 – Erkunden & Visualisieren
Sie lernen QGIS kennen, arbeiten mit geografischen Daten und erstellen übersichtliche Karten.
- Tag 2 – Analysieren & Kombinieren
Sie bearbeiten, selektieren, ergänzen und kombinieren Daten und führen räumliche Analysen durch.
- Tag 3 – Erstellen & Verwalten
Sie erstellen und bearbeiten selbst geografische Daten, arbeiten mit Rasterdaten und kombinieren verschiedene GIS-Techniken.
So entwickelt sich der Kurs vom Verstehen und Betrachten hin zum Analysieren und schließlich zum selbstständigen Erstellen.
Grundlagen von QGIS: Von Kartenebenen bis zu GIS-Datentypen
Am ersten Tag legen wir den Grundstein für den Rest des Kurses.
Sie lernen, sich in QGIS zurechtzufinden und mit Projekten, Kartenebenen, Objekten und Attributen zu arbeiten. Wir behandeln den Unterschied zwischen Vektor- und Rasterdaten und betrachten gängige Dateiformate wie Shapefile, GeoPackage und GeoJSON.
Außerdem gehen wir auf Kartenprojektionen und Koordinatensysteme ein. Außerdem lernst du, geografische Daten unter anderem über PDOK, Open Geodata und OGC-Webdienste zu finden und zu nutzen.
Anschließend beschäftigst du dich mit Kartografie und Datenvisualisierung. Du arbeitest mit Symbologie, Klassifikationen und Beschriftungen und erstellst schließlich eine ansprechende Karte im Drucklayout.
Am zweiten Tag verlagert sich der Schwerpunkt auf das Abfragen, Kombinieren und Analysieren von geografischen Daten. Du arbeitest mit Attributtabellen, Filtern, Ausdrücken und Feldberechnungen und lernst, Auswahlen anhand von Eigenschaften und Standort zu treffen.
Anschließend machst du dich mit Geoverarbeitung vertraut. Du nutzt Techniken wie „Buffer“, „Clip“, „Intersect“, „Difference“, „Dissolve“, „Merge“ und „Union“, um räumliche Probleme zu lösen.
Außerdem lernst du, Datensätze mithilfe von Joins zu verknüpfen. Damit kannst du Daten aus verschiedenen Tabellen zusammenführen, neue Werte berechnen und das Ergebnis wieder auf der Karte visualisieren.
Abschließend wird das Georeferenzieren behandelt: die geografische Positionierung eines Bildes anhand von Kontrollpunkten.
Warum sollten Sie sich für unseren QGIS-Grundkurs entscheiden?
QGIS lernt man vor allem durch die praktische Arbeit damit. Deshalb kombinieren wir während des Kurses kurze Theorieeinheiten mit vielen praktischen Übungen.
Sie klicken gemeinsam mit dem Kursleiter, probieren Techniken selbst aus und wenden sie anschließend in umfangreicheren Aufgaben erneut an. Die drei Kurstage bauen dabei bewusst aufeinander auf.
Was Sie am ersten Tag über Kartenebenen, Attribute und Visualisierung lernen, wenden Sie am zweiten Tag bei Analysen an. Die Techniken des zweiten Tages kommen dann wieder zum Einsatz, wenn Sie am dritten Tag selbst Daten erstellen und umfangreichere GIS-Aufgaben bearbeiten.
Darüber hinaus gibt es Gelegenheit, Fragen aus Ihrer eigenen Arbeitspraxis zu besprechen und – je nach Gruppe und verfügbarer Zeit – mit eigenen Daten oder zusätzlichen Aufgaben zu arbeiten.